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Wakkerpreis

07 März 2014

Der Wakkerpreis 2014 des Schweizer Heimatschutzes geht an Aarau. Das ist für die Stadtentwicklung so, als ob der FC Aarau den Meistertitel im Fussball gewonnen hätte. Die Grundlagen dafür wurden vor fast 10 Jahren mit einem fortschrittlichen Stadtentwicklungskonzept gelegt. Darin sind formuliert Vorstellungen und Visionen, die mit den Diskussionen um das neue Raumentwicklungsleitbild sicherlich ihre Fortsetzung finden werden.

Ging der Wakkerpreis vor einigen Jahren noch fast ausschliesslich an Städte oder Gemeinden, die sich um Bestehendes verdient gemacht haben, nämlich die Erhaltung von historischen Ortsbildern und Altstädten, hat sich die Vergabepraxis in den letzten Jahren gewandelt. Der Umgang mit dem Bevölkerungswachstum und Mobilität oder die Themen Siedlungsentwicklung und Verdichtung gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Diese Themen wurde denn auch bei der Auszeichnung an Aarau explizit hervorgehoben: „…eine nach Quartieren ausdifferenzierte Verdichtung“ sowie eine „vorbildlichen Umsetzung einer qualitätsvollen Verdichtung am richtigen Ort“ wurden der Stadt attestiert. Ein neu gebautes Mehrfamilienhaus an der Augustin-Keller Strasse zeigt beispielsweise, wie auch in älteren Quartieren mit einem hohen Grünanteil verdichtet werden kann, ohne den Charakter des Quartiers zu zerstören.

Die Auszeichnung geht letztendlich auch an ein Aarau, das sich mit seiner Entwicklungsplanung an einer funktionalen, baulichen, sozialen und kulturellen Vielfalt orientiert. Eine Vielfalt, die uns in Zukunft sicherlich intensiv beschäftigen wird, eine Vielfalt aber, die Aarau auch attraktiv macht.

Der Wakkerpreis ist eine Würdigung des Geleisteten, gleichzeitig aber auch eine Verpflichtung:

Der Wakkerpreis 2014 wird schon in einem Jahr Vergangenheit sein. Die Entwicklung unserer Stadt wird weitergehen. Hoffentlich so, dass wir vielleicht in 50 Jahren den Wakkerpreis erneut zugesprochen bekommen.

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