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Ja zur neuen Aarebrücke "Pont Neuf"

26 August 2014

Pro Aarau engagiert sich im überparteiliches Komitee für ein "Ja zur neuen Aarebrücke"

Abstimmungen mit einer solch weitreichenden Bedeutung finden oft nur einmal im Jahrhundert statt. Das war 1844 so, als die Ortsbürgergemeinde sich für die Kettenbrücke aussprach, sowie 1947, als die Einwohnergemeinde über die jetzt noch existierende Brücke abstimmte. Damals gab es eine so klare Mehrheit, dass auf eine Auszählung verzichtet wurde.

 Aarau ist eine Brückenstadt und wir schliessen uns der Beurteilung der Wettbewerbsjury zur architektonischen und funktionalen Qualität der „Pont Neuf“ an. Der Stadtzugang über die Aare ist die schönste Zufahrt in unsere Stadt. Die Situation der Rampe als Auffahrt in die mittelalterliche Altstadt wird aufgenommen, dabei wirkt die neue Brücke nicht historisierend, sondern modern und ästhetisch überzeugend. Diese Brücke wird die Stadt über Jahrzehnte prägen. Der Kanton Aargau als Bauherr hat für die Kantonshauptstadt das Siegerprojekt aus dem Wettbewerb ausgewählt. Der Einbezug des Stadtrates und des Einwohnerrates durch die kantonalen Behörden wurde als sehr gut beurteilt. An zwei Ortsterminen waren die Baumängel der jetzigen Brücke sowie die Qualitäten des Siegerprojektes nachvollziehbar.

Eine Brückensanierung kommt für den Kanton nicht in Frage. Hier ist das Verhältnis zwischen Kosten (hoch) und Verlängerung der Lebensdauer (gering) am ungünstigsten. Eine Ablehnung des städtischen Kostenanteils in der Abstimmung hätte die folgende Konsequenz: Es erfolgt nur eine Erneuerung der Brückenplatte mit Anbindung an die bisherigen Widerlager. Auch hier wäre ein städtischer Kostenanteil von ca. 4 Mio. zu übernehmen. Bei der für die Stadt Aarau billigeren Variante „Ersatz der Brückenplatte“, ohne Ausbau Aareuferweg und ohne Verschiebung der Widerlager, ergeben sich gewichtige Nachteile, die später nicht zu korrigieren sind. Für den Ersatz gibt es noch kein Projekt und nur eine ungenaue Kostenschätzung, neben den angelaufenen Kosten sind die Projektierungskosten für die Ersatzlösung anteilig auch noch zu übernehmen. Die engen Unterführungen für den Fuss- und Veloverkehr sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite blieben bestehen. Eine spätere Verbreiterung wäre nicht mehr möglich. Beiträge aus dem Agglomerationprogramm könnten nicht geltend gemacht werden. Diese Variante wäre billiger, weil sie nur die Anpassung der Strassen bei den Brückenköpfen enthält. Beim Bauprojekt „Pont Neuf“ werden die Wege unter der Brücke rund dreimal breiter als heute. Für einen Zeitraum von 80 bis 100 Jahren ist ein Unterschied bei den Investitionskosten von ca. 5 Millionen gering. Zusätzliche Folgekosten werden nicht ausgelöst.

Die Brücke nimmt Bezug auf Zollrain und Altstadt und fügt sich nahtlos in den Aareraum ein. Die Aufwertung des Aaraufers ist sehr sinnvoll, die engen Verhältnisse unter der Brücke auf Nord- und Südseite sollen beseitigt werden. Der Mehrwert des Projektes auch für den Langsamverkehr ist überzeugend. Es handelt sich um ein Bauprojekt grosser Wichtigkeit (vergleichbar mit dem Bahnhof), wenn man die Kosten auf die Lebensdauer der Brücke umrechnet, lohnt sich diese Investition. Unsere Stadt erhält ein neues, identitätsstiftendes Wahrzeichen, das zu Aarau passt.

 Pro Aarau empfiehlt den Stimmberechtigten, den Baukredit zur Realisierung der neuen Aarebrücke gutzuheissen.

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